Sulcus-nervi-ulnaris Syndrom in Wien

Auf einen Blick
Dauer: 1 Stunde
Anästhesie: Vollnarkose
Aufenthaltsdauer: stationär 1-2 Nächte
Nahtentfernung: nach 14 Tagen
Heilungsdauer: rund 2 Wochen

Der Ellennerv, im medizinischen Fachjargon als Nervus ulnaris bezeichnet, sorgt dafür, dass Sie zum Beispiel Gegenstände gut greifen und die Tür gut aufschließen können. Wenn dieser jedoch eingeengt ist, können Taubheitsgefühle und Schmerzen im Bereich der Klein- und Ringfinger entstehen. Dies bezeichnen wir als das Sulcus-nervi-ulnaris Syndrom, das auch als Ellenrinnensyndrom bekannt ist. Nachstehend erfahren Sie, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und was Sie im Rahmen dessen beachten sollten.

Was sind die Symptome beim Sulcus-nervi-ulnaris Syndrom?

Bei einem Sulcus-nervi-ulnaris Syndrom, auch als Ellenrinnensyndrom bekannt, handelt es sich um eine Einengung des Ellennervs (=Nervus ulnaris). Dieser verläuft auf der Innenseite des Ellenbogens in einer gut fühlbaren Rinne und versorgt den halben Ring- und Kleinfinger motorisch und sensibel.

In der Frühpause der Erkrankung äußert sich das Sulcus-nervi-ulnaris Syndrom durch Kribbelparästhesien („Ameisenlaufen“), Taubheitsgefühle und Schmerzen im Bereich des Klein- und Ringfingers. Außerdem ist eine Kraftminderung in der Hand der betroffenen Seite und Ungeschicklichkeit beziehungsweise Kraftlosigkeit der Hand möglich. Dies führt letztlich dazu, dass Sie Gegenstände leichter fallen lassen oder Ihnen einfache Handlungen wie das Aufschließen Ihrer Wohnungstür schwerfallen oder gar nicht mehr möglich sind. Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass sie diese Symptome oftmals nachts und am frühen Morgen sowie bei aufgestütztem Ellenbogen verstärkt verspüren. Im späteren Stadium des Syndroms können die Gefühlsstörungen bestehen bleiben. Darüber hinaus ist es möglich, dass sich eine sogenannte „Krallenhand“ bildet, bei der die Betroffenen vor allem ihren Klein- und Ringfinger nicht mehr gerade strecken können. Außerdem sind auch ein zunehmender Muskelschwund im Finger- und Handbereich mit daraus resultierendem Kraftverlust und Schmerzen im Bereich des Ellenbogens, des Unterarms und der Hohlhand typisch.

Welche Ursachen hat das Sulcus-nervi-ulnaris Syndrom?

Der Nervus ulnaris muss in seinem Verlauf vom Rückenmark zur Hand mehrere mögliche Engstellen passieren. Da der Ellennerv an der Innenseite des Ellenbogens durch eine ungefähr drei bis vier Zentimeter lange knöcherne Rinne (=Sulcus nervi ulnaris) verläuft, entwickelt sich das Druckproblem am häufigsten genau an dieser Stelle. Darüber hinaus befindet sich in der Knochenrinne noch ein kräftiges Band, das die Rinne an ihrer offenen Seite zu einem Kanal vervollständigt. Da der Nervus ulnaris nur durch wenig Bindegewebe direkt unter der Haut liegt, kann ihn das Band gegebenenfalls einengen. Dies kann mit der Zeit zu einer Durchblutungsstörung führen. Aus diesem Grund ist der Ellennerv besonders anfällig für Verletzungen durch Zug und Druck. Ein ständiges Belasten oder wiederholte Bewegungen können ihn reizen und schließlich schädigen.

Wann ist bei einem Ellenrinnensyndrom eine OP sinnvoll?

Bei leichten Einschränkungen reicht es in der Regel aus, den Nerv vom Druck zu entlasten. Hierzu kann eine unterstützende Manschette im Bereich des Ellenbogengelenks ratsam sein. Befindet sich die Erkrankung jedoch bereits in fortgeschrittenen Stadien, ist meist eine operative Entlastung des Nervs erforderlich. Wenn Sie Schmerzen in der Hand verspüren oder es sogar zu Lähmungserscheinungen kommt, dann besteht die Möglichkeit, das Sulcus-nervi-ulnaris Syndrom mittels einer offenen oder endoskopischen Operation zu behandeln.

Was muss ich vor der OP eines Sulcus-nervi-ulnaris Syndroms beachten?

Vor einer OP findet ein ausführliches Beratungsgespräch mit Dr. Matiasek statt, in welchem er Sie gründlich untersucht und Sie über die Behandlungsmöglichkeiten eines Sulcus-nervi-ulnaris Syndroms aufklärt. In diesem Gespräch haben Sie die Zeit, all Ihre Fragen zu stellen und sich über die entsprechende Vor- und Nachsorge zu informieren. Mindestens eine Woche vor dem Eingriff sollten Sie blutverdünnende Medikamente, beispielsweise Aspirin, absetzen, da diese ansonsten im Laufe der Operation und danach zu einer vermehrten Blutungsneigung führen könnten. Außerdem ist es wichtig, dass Sie zu dem Operationstermin nüchtern erscheinen. Dr. Matiasek klärt Sie zudem über mögliche Komplikationen und Risiken auf, damit Sie sich für den Eingriff umfassend vorbereitet fühlen.

Wie läuft die OP beim Ellenrinnensyndrom ab?

Der Eingriff findet stationär und unter Vollnarkose statt. Es gibt zwei Methoden, wie operiert werden kann – im Prinzip wird der eingeklemmte Nerv entweder aus seiner Einengung gelöst oder ganz neu gelegt, damit das Problem künftig nicht mehr auftritt. Zu Beginn legt Dr. Matiasek einen Schnitt an der Innenseite des Ellenbogengelenks an. Je nachdem, welche Technik am geeignetsten ist, beträgt dieser Schnitt wenige Zentimeter bis zu 15 Zentimeter. Danach werden die Einschnürungen des Nervs genauer betrachtet, um beurteilen zu können, ob der Nervus ulnaris in seiner natürlichen Lage bleiben kann. Dies hängt in erster Linie davon ab, ob er beim Bewegen des Ellenbogengelenks in seiner knöchernen Rinne verbleibt. Sollte dies nicht der Fall sein, so muss der Nerv nach vorne unter die Unterarmmuskulatur oder in weiches Fettgewebe verlegt werden, um eine optimale Polsterung gewährleisten zu können. Danach legt Dr. Matiasek eine Drainage an, damit eine Ableitung des Wundsekrets möglich ist.

Zum Abschluss der Operation wird die Haut der Patientin oder des Patienten durch feine kosmetische Nähte verschlossen und das Ellenbogengelenk verbunden. Dabei legt Dr. Matiasek eine leichte Kunststoffschiene an, damit Ihr Arm in den nachfolgenden Wochen ruhig bleiben kann.

Im Zuge des Eingriffs und nach dem Aufwachen aus der Narkose bespricht Dr. Matiasek mit Ihnen den weiteren postoperativen Ablauf und stelle eine medikamentöse Verordnung aus. Zudem vereinbaren Sie einen ersten Termin für die operative Nachsorge, bei dem es zu einem Verbandswechsel kommt.

Welche Komplikationen können bei der Sulcus-nervi-ulnaris OP auftreten?

Nach dem operativen Eingriff können kleine Blutergüsse und Schwellungen entstehen, diese klingen jedoch durch aktives Bewegen beziehungsweise nach dem Lockern des Verbandes in der Regel rasch ab. Sollte die Wunde stärker angeschwollen sein, so sollten Sie neben einer Lockerung des Verbandes zusätzlich mehrmals täglich Eispackungen anwenden, wobei Sie aber beachten müssen, dass die Wunde nicht feucht wird.

Die Infektionsrate ist sehr niedrig, dennoch sollten Sie auf erste Anzeichen einer Infektion achten – wie zum Beispiel starke Schwellungen, Bewegungseinschränkungen, pochender Schmerz im Operationsbereich, Rötung oder gar Entleerung von Eiter aus der Wunde – und notfalls unverzüglich die Klinik aufzusuchen, damit eine passende Behandlung eingeleitet werden kann.

Weitere Komplikationen, die eintreten können, die jedoch sehr selten sind, sind das Verletzen des Nervus ulnaris im Rahmen der Operation sowie das Auftreten einer sympathischen Reflexdystrophie. Darunter verstehen wir ein komplexes regionales Schmerzsyndrom, bei dem es nach einer Operation beziehungsweise einer Verletzung zu anhaltenden Schmerzen im Bereich der Wunde kommt.

Was muss ich nach der Ellenrinnensyndrom OP beachten?

Nach dem operativen Eingriff sollten Sie Ihren Arm schonen und mindestens drei Wochen lang eine unterstützende Kunststoffschiene tragen, wobei diese nicht nass werden darf. Ein Anschwellen der Hand und des Arms lässt sich am besten vermeiden, indem Sie den Arm in den ersten Tagen nach der Operation am Oberkörper halten. Bereits ab dem ersten postoperativen Tag ist ein leichtes Bewegen des Ellenbogens möglich, allerdings sollten Sie dies mit großer Vorsicht machen. Nach sieben bis zehn Tagen werden die Nähte entfernt, ab dem darauffolgenden Tag können Sie den Arm dann wieder ganz normal waschen. In der dritten Woche nach der Operation können Sie in der Regel bereits mit Bewegungsübungen aus der Schiene heraus beginnen. Außerdem sollten Sie über einen längeren Zeitraum eine starke Beugung des Ellenbogens vermeiden (zum Beispiel beim Abstützen am Schreibtisch), um den Nervus ulnaris zu schonen.

Wie ist die Prognose bei einem Sulcus-nervi-ulnaris Syndrom?

Da es gute Behandlungsmöglichkeiten des Sulcus-nervi-ulnaris Syndroms gibt, sieht die Prognose dementsprechend auch gut aus. Allerdings ist zu beachten, dass die Erholung des Ellennerves aufgrund der langen Regenerationsstrecke vom Ellenbogen bis zu den Fingern außerordentlich langwierig ist. Die Rückbildung der Gefühlsstörungen und der Kraftminderung kann bis zu ein Jahr in Anspruch nehmen. Wenn vor der Operation zusätzlich ein Muskelschwund vorlag, ist die Besserung der Kraftminderung oft unvollständig. Eine erneute Einklemmung des Nervus ulnaris ist sehr selten, da die meisten Betroffenen achtsam sind und in Zukunft eine Druckbelastung des Nervs im Operationsbereich sorgfältig vermeiden.

Ein Sulcus-nervi-ulnaris Syndrom ist eine schmerzhafte Erkrankung, die jedoch in wenigen Schritten nahezu problemlos bekämpft werden kann. Mit seinem fundierten Wissen und professionellen Behandlungsmöglichkeiten gewährleiste Dr. Matiasek Ihnen eine an Sie angepasste und erfolgreiche Therapie.

priv. -doz. dr.
johannes matiasek

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie

Mein Name ist Priv.-Doz. Dr. Johannes Matiasek und ich helfe Ihnen, Ihr persönliches und natürliches Schönheitsideal zu realisieren. Auch werden Sie wieder mit mehr Selbstbewusstsein das Leben meistern. Dies zu erreichen setzt auf der ärztlichen Seite nicht nur ein hohes Maß an Fachkompetenz voraus, sondern auch jahrelange einschlägige Erfahrung und ein feines Gespür für die Einzigartigkeit. All diese Ressourcen bringe ich mit. Die Kombination von meiner fundierten Ausbildung zum Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie mit einer tiefen Einfühlsamkeit für die Wünsche und Bedürfnisse meiner Patienten bedeutet, dass bei meinen Behandlungen Ihre Schönheit und Ihre Gesundheit bestmöglich harmonieren.

Menü